DUISBURG VON UNTEN

WESTSIDE TERMINE

09. Oktober 2010 18:00 Uhr Westside Ska & Punk Festival 2010
21. August 2010 20:00 Uhr Westside Kult Party

05-05-07 RHEINHAUSEN ROCKCITY

ROCK aus heimischer Küche ist der Chef im Haus, wenn der Kulturverein „Westside“ am Samstag, 5. Mai im „Haus der Jugend“ Duisburg-Rheinhausen ( Friedrich-Alfred-Straße 14) die Präsentation des Samplers „Rheinhausen Rock City“ feiert. Für fünf Euro Eintritt rocken die Funpunks Dödelhaie und Triple J, die Old-School-Punkrocker Chicken Riot, die Hardcore-Bands Anastasis und CrossCurrent sowie die Szene-Veteranen „Die Pilsköpfe“ das Haus. Der Clou: Für die ersten 50 Besucher gibt’s den Sampler, auf dem alle Bands vertreten sind, kostenlos dazu.

RHEINHAUSEN ROCK CITY?

Der linksrheinische Duisburger Stadtteil Rheinhausen war ganz vorne dabei, als Punkrock Anfang der 80er Jahre das Ruhrgebiet erfasste. Bands wie die Pilsköpfe und Sackgasse erreichten überregionale Bekanntheit. Auch heute sind in Rheinhausen viele Musiker aktiv. Punkrock ist nach wie vor angesagt, aber auch erfolgreiche Alternative-Bands wie Trustgame und LAW lernten hier das Rocken. 2004 war ein Song aus Rheinhausen ganz vorne in den Charts: „Eckstein“ von der Rheinhauser Electro-Pop-Band Freizeichen wurde von den Wolfsburger Industrial-Rockern Oomph! als „Augen Auf“ gecovert und erreichte Platz Eins der Single-Hitliste.

Kreatives Potential gibt es also reichlich. Was fehlt, sind – wie so oft – Proberäume, Auftrittsorte und Präsentations-Möglichkeiten. Daran etwas zu ändern, hat sich der Verein Westside e.V. vorgenommen. Der selbst produzierte Sampler „Rheinhausen Rock City“ und dieses Festival sind erste Schritte dahin.

“Ach neee….hab ich Dich lange nich gesehn’!!” dieser Satz prägte das Festival der Rheinhauser Rocker. Weit über 500 Leute waren im und vorm Haus der Jugend  und gefeiert wurde vom allerfeinsten. Vom Publikum ebenso wie von den Bands.
Also gibts ein fettes Danke von der Westside an alle Besucher, an alle Bands und vorallem an alle Helfer.

Und hier gibts auch schon die erste Pressemeldung vom 07.05.2007

Die NRZ/WAZ schreibt:

Bunt und erfolgreich

KONZERT. Rund 500 kamen zu sechs lokalen Punk-Bands ins “Haus der Jugend” in Rheinhausen. Wiederholung ist geplant.
Rund 500 Leute, viele davon bunthaarig, in Lederjacke oder sonstwie aus der optischen Norm fallend, werden es unterm Strich gewesen sein, die sich Samstag im Rheinhauser “Haus der Jugend” zu den Klängen von sechs lokalen Punkrock-Bands trafen. Ein Auflauf, wie ihn Rheinhausen seit den berühmt-berüchtigten “Hart&Schäbbich”-Festivals in den frühen 90-ern nicht mehr gesehen hat. Damals ging es vor und nach den Konzerten gern mal hoch her – vielleicht war das ja der Grund, weshalb Nachbarn das Treiben äußerst skeptisch verfolgten. Jedoch: Es gab keine Randale; selbst vor der Halle abgestelltes “Wegbier”-Leergut wurde von der HdJ-Basisgruppe und den Helfern vom Kultur-Förderverein Westside e.V. im Handumdrehen eingesammelt.

A propos frühe Neunziger: Da hatte es Rheinhausens dienstälteste Punkband, die Pilsköpfe, schon fast hinter sich. 1993 gab es letzte Lebenszeichen, bevor die Band nach zehn Schaffensjahren von der Bildfläche verschwand. Manche Mitglieder standen mit Combos wie Spermkilling Substance oder Cokeras weiter auf der Bühne, andere hatten die Gitarre an den Nagel gehängt. Bis im Vorfeld des Festivals die (anfängliche) Schnapsidee aufkam: “Ihr könntet doch mal wieder…”

Was kaum einer es für möglich gehalten hätte: Alle vier Gründungsmitglieder (Ocki, Stan, Fahnder und Stefan) sowie Interims-Sänger Roman standen Samstag gemeinsam auf der Bühne. Das lockte auch manchen in Ehren ergrauten Alt-Punk, so dass sich dort Publikum vom Teenie-Alter bis weit jenseits der 30 tummelte. Und alle waren begeistert von der Spielfreude, die die alten Herren an den Tag legten.

Zuvor hatten die (kurzfristig für CrossCurrent eingesprungenen) “Schiefen Töne”, Triple J und Chicken Riot den Mob in Stimmung gebracht; hinterher lieferten Anastasis und die Dödelhaie den Soundtrack zum ausgelassenen Pogo-Finale.

Der Abend schreit nach Fortsetzung. Wann, wo und mit welchen Bands, ist noch offen: “Frag´ mich nächste Woche, wenn ich wieder klar bin”, meinte Westside-Chef Ingo lachend. Die Vorbereitungen waren anstrengend, hinzu kam der eigene Auftritt als Sänger von Triple J.

07.05.2007    MATTHIAS OELKRUG

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